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RB Leipzig erstmals im Pokal-Halbfinale

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Es ist ein dramatisches Spiel, das von Toren in der Nachspielzeit bestimmt ist: Im DFB-Pokal-Viertelfinale zwingt Außenseiter FC Augsburg die Gäste aus Leipzig in die Verlängerung. Am Ende aber verzettelt Augsburg sich.

Fast hätten zwei kleine Papierstücke den großen Erfolg gebracht: Der Außenseiter zwang im DFB-Pokal-Viertelfinale Gegner RB Leipzig zwar in die Verlängerung, verpasste jedoch in aller letzter Minute noch das Elfmeterschießen. In der 121. Minute erzielte der RasenBallsportverein das Siegtor zum 2:1 (1:1) – die ganze Zettelwirtschaft von Augsburgs Trainer Manuel Baum hatte also nichts gebracht.

Der erste weiße Zettel mit taktischen Anweisungen darauf tauchte in der 80. Minute auf. Nachdem Leipzigs Stürmer Timo Werner kurz zuvor die Gäste in Führung gebracht hatte (74. Minute) schickte Coach Baum Stürmer Alfred Finnbogason auf den Rasen, zusammen mit einer Botschaft. Diese übergab der Isländer dem Kapitän Philipp Max. Der las sich den unbekannten Inhalt kurz durch und rückte erst dann wieder in den Fokus Geschehens, als die Zuschauer beim Stand von 1:0 für Leipzig bereits jeden Augenblick mit dem Abpfiff rechneten.

Mit der Schuhspitze

Max aber durfte auf der linken Seite noch einen Einwurf ausführen. Nach einem Doppelpass mit Marco Richter flankte dieser hart in die Strafraummitte, wo Leipzigs Stefan Ilsanker den Ball verpasste, der dahinter lauernde Finnbogason jedoch genau darauf spekulierte und seine Schuhspitze hinhielt. Er lenkte den Ball aus fünf Metern noch ins Tor. Der Ausgleich in der vierten Minute der Nachspielzeit (94.) – der Zettel hatte sich gelohnt.

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Kurz danach tauchte der zweite, weiße Zettel auf: Erneut war es ein Einwechselspieler, der eine Nachricht des Trainers an den Spielführer weitergab: Diesmal kam Fredrik Jensen mit dem kleinen Papier zu Max gelaufen. Und tatsächlich schien es so, als ob das Team die Ansagen des Trainers erfolgreich umsetzen könnte. Baum spekulierte als Underdog auf das Elfmeterschießen.

Was macht die Hand dort?

Fast hätte der FCA es auch erreicht, dann aber passierte etwas, das niemand der Augsburger auf dem Zettel hatte, schon gar nicht Baum an der Seitenlinie: FCA-Stürmer Michael Gregoritsch stieg bei einer Flanke der Leipziger im eigenen Strafraum hoch, um den Ball mit dem Kopf auf der Gefahrenzone zu bringen. Aber was machte der 24-Jährige dann? Er kam mit dem Kopf nicht an den Ball, streckte stattdessen den Arm in die Höhe und ließ das runde Leder auf seinen Handrücken tropfen.

Keine Chance für Torwart Gregor Kobel: Marcel Halstenberg (l.) trifft ganz sicher vom Punkt

Ein folgenschwerer Blackout des Österreichers. Der Schiedsrichter entschied sofort auf Elfmeter für Leipzig. Marcel Halstenberg verwandelte dankend (120.) und verhinderte mit seinem Strafstoß, dass anschließend weitere Schüsse vom Elfmeterpunkt abgegeben werden mussten. 

Wie groß der Frust der FCA-Kicker war, zeigte sich nach dem Schlusspfiff. Jetzt zettelten (!) die Augsburger, die in der Bundesliga gegen den Abstieg kämpfen, einen Streit an: Sie gingen auf Schiedsrichter Tobias Stieler los, und auch FCA-Manager Stefan Reuter geriet an der Seitenlinie mit Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff aneinander. Diese Auseinandersetzung war genauso unnötig, wie das Gegentor kurz vor Spielende. Aber wie sollte es an diesem Abend auch anders sein: Den Denkzettel verpasste sich Augsburg selbst.

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